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Im Unterschied zu allen anderen deutschen Überseebesitzungen war Kiautschou ein Pachtgebiet, das als Flottenstützpunkt unter Marineverwaltung stand. Das Territorium (552 km²) wurde 1897 besetzt, wobei die Ermordung zweier deutscher Missionare in China als Vorwand diente. Der Hauptort Tsingtau, der in wenigen Jahren als deutsche Vorzeigestadt errichtet wurde, sollte ein Knotenpunkt für den Handel in Ostasien werden. Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs wurde das Gebiet nach heftigem deutschen Widerstand durch japanische und britische Truppen erobert.
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